Walter Meß

Die plattdeutsche Mundart pflegen und erhalten

Walter Meß pflegt die plattdeutsche Sprache, hält Vorträge und führt durch die Landkirchener Kirche und über die Insel. Er ist Mitbegründer der Klaus-Groth-Stuv in der Grundschule in Landkirchen und Leiter der „Plattdüütschen Runn" der VHS.
So ist in Landkirchen in der noch bestehenden Grundschule Klaus Groth zum Gedenken die  „Klaus-Groth-Stuuv" entstanden. Hier haben die Schüler noch die Möglichkeit plattdeutsch zu lernen und zu pflegen, und sie sind alle mit sehr viel Freude dabei. So werden überall auf der Insel in Schulen, in verschiedenen Theatergruppen, Vereinen und Gilden Versuche unternommen, die plattdeutsche Mundart zu pflegen und zu erhalten.

Walter Meß

Besonders auch nunmehr schon seit zwanzig Jahren in der „Plattdüütschen Runn", die der Volkshochschule der Insel angeschlossen ist.
„Plattdüüsch schall leeven" heißt es hier immer am Ende eines plattdeutschen Abends, und man ist stolz darauf, wieder etwas für die heimatliche Muttersprache getan zu haben.
Bei vielen Veranstaltungen auf der Insel wird Ihnen also die plattdeutsche fehmarnsche Sprache begegnen.
Fragen Sie nach, man wird Ihnen freundlich Antwort geben.
Plattdüütsch schall leeven!

Die plattdeutsche Mundart pflegen und erhalten!

Fehmarnlied (Peter Wiepert)

Min Heimat an de Waterkant, min Fehmarn bab'n an
Ostseestrand, wat liegst du friedlich un alleen, grad as in
Paradies so schön. Un wenn't mi noch so schlech gahn wart,
dreg ik die ewig deep in Hart. Wo i kuck henkam in de
Welt, pries ik mien „Knus" an Fehmarnbelt.


De Weeten schient as Gold, ganz gel! Un blänkert in de
Sünn so hell, an Lannweg grönt de Wichelnbäum, neern in
de Wiesch bleuht Mardelblöm. Op Feld, dor staht in lange
Reeg op Tüller fehmarnsch schwartbunt Keuh, de Bur pleug
mit veer Peer an Strang de Förn in mör un fruchbor Land.


Ji Lannslüd binn un buten Lann! Uns Heimat hett uns all in
Bann. Wenn uck dat Schicksal stött un driff, de Heimatleev
verlüs man nich. De is gra as sunn fleeten Sot, giff ümmer
weller Kraft un Mot. Un is man noch so twei un wund, de
Heimat mak en weller jung.


Bünn ik naher mal old un op un segg un Herrgott: „Nu hol
stopp, du hest nu lang nuch strev un schaff!", denn graw in
fehmarnsch Eer min Graff! Denn leggt mi bi min Öllern hen
un schriev düss Wör op'n Liekensteen: Hier hett en
Fehmaraner Jung sin blieben Sted un Heimat funn

Lassen Sie sich überraschen vom Kirchenführer Walter Meß. Er weiß viele Geschichten von Kunst, Menschen und Gebräuchen zu erzählen.
Walter Meß ist Träger der Ehrennadel des Kreises Ostholstein für seinen engagierten Einsatz im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich.
Außerdem ist er mit der Fehmarn-Verdienstnadel ausgezeichnet worden. Der Stiftungsrat der Fehmarn-Stiftung würdigte damit vor allem die Verdienste des Landkircheners um das „Fehmaraner Platt". Meß ist der 19. Inselbewohner, der die Auszeichnung in den vergangenen 34 Jahren erhalten hat.

„Walter Meß ist ein Mann, der auf der ganzen Insel beliebt ist", lobte Bürgervorsteherin Brigitte Brill (SPD), das langjährige Engagement des 67-Jährigen. Ob im Kirchenvorstand, beim Siedlerbund, im Sportverein oder beim Aufbau der Klaus-Groth-Stube — Meß sei immer zur Stelle und bekannt für sein einzigartiges Engagement.

Reiner Rahlff, Vorsitzender des Vereins zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer, erinnerte an die Bedeutung der Sprache. Als unverkennbare Plattdeutsch-Variante gehöre das Fehmarn-Platt unzertrennbar zur Vielfalt der Insel. Pastor Bertolt Kark-Carlson lobte Meß' Erzählkunst, seinen Witz und Humor. Es sei ein einmaliges Erlebnis, wenn Meß zu Weihnachten in der Christmette die Weihnachtsgeschichte auf Plattdeutsch erzähle.

In der offiziellen Laudatio hob Georg Marquardt, Stiftungs-Beiratsmitglied und Schulfreund von Meß, natürlich auf Platt die Verdienste hervor. Gleichzeitig bedauerte Marquardt auch den steten Rückgang des Plattdeutschen im Alltag. Einige Gasthäuser auf der Insel hätten in ihrer Speisekarte zwar auch eine Seite auf Platt. „Wenn man dann aber auf Platt bestellt, dann versteht einen der Kellner nicht, weil er aus Italien oder so kommt", sagte Marquardt.

Über uns

Mit dieser Website möchten wir Kunst und Kultur auf Fehmarn sichtbar machen, denn hier ist mehr los, als manch einer denkt!